Zueignung

Lieber Leser, liebe Leserin,

herzlich willkommen!

Kaum 50 Tage noch trennen mich von Ecuador, dem Ziel meiner Träume; und um nicht unter den zu erwartenden mannigfaltigen Eindrücken dieses kleine Tagebuch allzu vielversprechend beginnen zu müssen, sollen die kommenden Tage Gelegenheit bieten, dem Ziele langsam und mit der auch später zu erwartenden mäßigen Spannung sich anzunähern.

Gegenstand dieser maßlos selbstbezogenen Seiten ist die radikale Innenschau meiner Seele, deren europäisch-arrogante Allwissenheitsphantasie sich mit der „Wirklichkeit“ konfrontiert, und zwar mit der Wirklichkeit in ihrer vielleicht simulativsten und „realitäts“-fernsten Form: Dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundes „weltwärts“. Die stete Suche nach der Realität in und außer mir ist die eigentliche Antriebskraft des Größenwahnsinns, hier ein Mammutprojekt zu beginnen, das vor dem Aussterben zu retten wohl die schwierigste Aufgabe des nächsten Jahres wird.

Um aber auch diejenigen vielleicht für diese Seiten zu begeistern, die mit mir das Schicksal teilen, meinen langweiligen Alltag auch dann nicht interessanter und berichtenswerter zu finden, wenn er tausende Kilometer gen Südwesten verschoben aufgeführt wird, werde ich an dieser Stelle von nun an das, was notwendigerweise auch in solch einem Tagebuch gesagt werden muss, in einem Sprudelbecken von Überflüssigem zu ertränken  versuchen und so die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit von Anfang an dem Geiste der Spielerei opfern.

Aus ethischen Gründen ist es mir ein Herzensanliegen, davor zu warnen, das, was hier vielleicht auch irgendwann über „Ecuador“ zu lesen steht, mit dem Land Ecuador in Verbindung zu bringen, das man auf der Landkarte findet. Nicht einmal, dass dieses Tagebuch von meinem „Leben“ dort berichten könnte, ist ja sicher, genausogut könnte man sagen, dass mein „Leben“ von diesem Tagebuch berichtet. Bilder, nichts als Bilder kann ich produzieren; erwarte daher Unterhaltung, nicht aber Information von mir und überfordere meine und meines Mediums bescheidenen Verhältnisse nicht.

In und mit all diesen Sinnen freue ich mich auf das nächste Jahr an deiner Seite.  Wenn du die unnormal lange URL nicht immer eingeben willst, dann trage dich doch in das Fenster oben rechts ein, um stets per elektronischer Post über Neuentwicklungen hier informiert zu werden. Du kannst auch einen RSS-Feed abonnieren oder auf Facebook informiert werden. Ich freue mich auch über alle Kommentare, Briefe, Hinweise, Schmähschriften und Liebeserklärungen von dir.

Dein stets bloß an dich denkender

Felix

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