Nelken und Rosen zur Weihnacht

Zweiertakt? Dreiertakt? Egal, jedenfalls das beste ecuadorianische Weihnachtslied, das auf jeden Fall seinen Weg in mitteleuropäisches Repertoire finden sollte und das allen Besinnlichkeitskitsch aus dem Gesang abräumt. Was bleibt: Freude über die Ankunft des Heiligen Kindes.

Frohe Weihnachten.

 

Nelken und Rosen,
Schmücket die Krippe,
Solange ein Engel
Ihn wiegt.

Weine nicht, mein Kindchen,
Weine nicht, mein Gott;
Wenn ich dich gekränkt habe,
Bitte ich: verzeihe mir.

Zum Kinde, Hirten,
Kommt, es zu wärmen,
Denn die Nacht ist kalt
Und es weint schon.

Von Liebe ist seine Brust
Umschlossen;
Bleiben wir Wachsam,
Seinen Durst zu stillen.

Nelken und Rosen,
Schmücket die Krippe,
Solange ein Engel
Ihn wiegt.

Four Reasons Why Robert Byron’s “Road to Oxiana” is The Ultimate Traveler’s Companion (4)

“It is cold. The sun has gone down. The mullahs have gone in, and their pupils with them. The lustre has gone from the blue towers and the green corn. Their shadows have gone. The magic scent has gone. The summer has gone, and the twilight brings back the spring, cold and uncertain. I must go.

Goodbye, Gohar Shad and Baisanghor. Sleep on there under your dome, to the sound of boys’ lessons. Goodbye, Herat.”

Das Bild der Stadt

Ich wollte malen und so werden wie die französischen Maler, über die ich Bücher las, doch weder hatte ich genug Kraft, um in Istanbul eine solche Welt erstehen zu lassen, noch hatte Istanbul etwas an sich, das einer solchen Welt gleichen konnte. Mir gefielen auch noch die schlechtesten Werke der türkischen Impressionisten, weil darauf der Bosporus und die schneebedeckten Straßen abgebildet waren. Wenn auf einem von mir oder jemand anders gemalten Bild Istanbul gut getroffen war, dann war es kein gutes Bild; wenn das Bild dagegen gut war, glich es Istanbul nicht so sehr, wie ich mir das wünschte. Vielleicht mußte ich einfach aufhören, die Stadt als Bild anzusehen.

– Orhan Pamuk, Istanbul