Aus meinem Reisetagebuch (III)

Der Busbahnhof in Cuenca

Nacht in Cuenca, am Terminal. Ich hatte kaum geschlafen im Bus, war entweder zu wenig übermüdet gewesen oder zu genervt über die Damen vor mir, die sich schier endlos über Kinderanziehsachen und ihre verschiedenen Marken, Typen und Preise unterhielten. Nun wollte ich ein wenig ausruhen und legte mich auf eine der erstaunlich bequemen, nur viel zu kurzen Bänke.

Doch meine Ruhe währte nicht lange, denn ein cuencanischer Sicherheitsbeamter trat bald unsanft gegen die von mir zum Kopfende gemachte Bank und sagte unwirsch: „Setzen Sie sich hin, caballero, Sie können hier nicht schlafen.“

Ich verkniff mir die Entgegnung, dass ich doch gerade im Begriff war, das Gegenteil zu beweisen, setzte mich seufzend auf und dachte wehmütig an jene Menschen, die die Ecuadorianer für „freundlicher“ und „liebenswürdiger“ halten wollen als Deutsche.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s