Musik zum Sonntag (XXVIII)

Noch, sage ich einfach mal, ist es nicht zu spät, den wunderbaren Passionskantaten-Zyklus Membra Jesu Nostri von Dietrich Buxtehude anzuhören, zumal es in ihm ohnehin, ganz barock, um das Nebeneinander von Schmerz und Freude, von Leid und Zuversicht, von Tod und Auferstehung geht.

„Bleibe mir nicht fern“, heißt es in der tief anrührenden Altarie in der Mitte der siebten Kantate Ad Faciem, „in der gefürchteten Todesstunde, schütze und befreie mich.“ Diese Hingabe, auf den Tod als endgültige Befreiung aus dem Leben zu warten, das ist die revolutionäre Botschaft, die wir an diesem Tag hören, annehmen und zu lernen versuchen können, so unendlich schwer es auch fällt. Genau dies, glaube ich, ist das Leben. Frohe Ostern.

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