Musik zum Sonntag (XLVIII)

Musique Parisienne (4)

Nun, Paris, wer bist du, worin wirst du wirklich? Zwischen Dolce&Gabbana-Shops und McDonald’s Filialen, zwischen unsportlichen Joggern in hässlichen Anzügen und dicken Touristen mit noch dickeren Kameras, zwischen Businessleuten in verspiegelten Aufzügen und schwatzenden Tagesmüttern mit Vierfachkinderwägen, zwischen den Cafés, die die Klischees von Paris bis in so kleine Details reproduzieren, dass es einem unheimlich wird und man den Fuß auf der Schwelle wendet, zwischen Notre Dame und Sainte Clotilde, zwischen Römerstadion und Fußballarena, zwischen Parks und Parkhäusern, zwischen Zier- und Bürotürmen, zwischen Musen und Museen, zwischen Frankreich und Europa – wo bist du geblieben? Was bleibt mir von dir, wenn ich scheide?

Wenn ich dich schon nicht zu fassen bekomme, dann halte ich mich lieber an die Erinnerungen, die Geschichten und die Lieder, denn vielleicht sind die in Paris ja sogar wirklicher als alles andere, ja vielleicht existiert Paris überhaupt nur als Abbild seiner selbst. Schwelgen wir also ein wenig und hören zu, wie Edith Piaf vom echten, vom wirklichen Paris singt.

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