Die Fliege

William Blake 1794, Ü Felix Pütter 2017

Fliegelein
Im Sommerwind
Ich wischt’ dich fort,
Wie war ich blind.

Gleich ich nicht
Dir, Fliegentier?
Und gleichst du nicht
Genauso mir?

Auch ich tanz’,
Sing’, trink’ beschwingt
Bis blinde Hand
Hinfort mich zwingt.

Wer denkt, der lebt,
Hat Kraft und Luft
Wer nicht mehr denkt,
Liegt in der Gruft;

So bin ich
Fliege, froh, gesund
Zur Lebens- wie
Zur Todesstund.

 

Original: https://www.poets.org/poetsorg/poem/fly

2 Gedanken zu “Die Fliege

  1. Mein lieber Felix. Deine Verse rühren mich an, und zu jedem möchte ich mich betreffende Gedanken anfügen. Das können wir gelegentlich mündlich machen. Jetzt erst mal Danke und liebe Grüße! Dein Opa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s